Dienstag, 20. August 2013, 18:00
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Henry van de Velde. Ein Universalmuseum für Erfurt - bis 8. September 2013
Vortrag im Angermuseum
„Alfred Hess und sein Umfeld“ - Dr. Babett Forster, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Am Dienstag, 20. August 2013, um 18 Uhr (Eintritt frei)
Wie schreibt man über eine Sammlung, die nicht mehr besteht? Wie spricht man über Kunstwerke, die
verschollen sind? Man kann sich auf den Kontext berufen, Berichte von Zeitzeugen, wie die Familie,
Freunde und Künstler, zusammentragen und auswerten.
Doch das Konvolut selbst, die Sammlung als Werk bleibt stumm. Der Vortrag versucht, die Sammlungsleistung des Erfurter Unternehmers und Kunstmäzens
Alfred Hess (1879-1931) im historischen und kulturellen Kontext seiner Zeit nachzuzeichnen.
Das Erfurter Museum war in den 1920er Jahren als Zentrum moderner Kunst bekannt. Der engen Zusammenarbeit von Direktor Walter Kaesbach mit dem
jüdischen Schuhfabrikanten Alfred Hess (1879-1931) ist es zu verdanken, dass eine Sammlung Klassischer Avantgarde wuchs, die heute, wäre sie noch
vorhanden, unschätzbaren Wert besäße. Der Kunstmäzen Hess gehörte zu den wenigen Erfurter Bürgern,die sich offen für die neuen künstlerischen Strömungen engagierten. Er finanzierte den Ankauf vieler
Kunstwerke. Dank Alfred Hess konnte der bekannte Brücke-Künstler Erich Heckel beauftragt werden, den kleinen kapellenartigen Raum im Erdgeschoss des Angermuseums auszumalen. Der Raum enthält mit demZyklus „Lebensstufen“ (1922/1924) die einzigen erhaltenen Wandmalereien Erich Heckel.
Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung: „Henry van de Velde. Ein Universalmuseum fürErfurt“ im Angermuseum statt.
quelle: Angermuseum Erfurt
Ort Angermuseum Erfurt