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Stachlig und faszinierend Kakteen und andere wehrhafte Gesellen - Führung im egapark
Sonntag, 09. März 2014, 11:00
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Sind Kakteen wirklich anspruchslose Pflanzen, die keine spezielle Pflege brauchen und auf jeder Fensterbank zu finden sind? Dieser Frage geht die egapark-Führung am Sonntag, dem 9. März 2014, nach.

Besucher erhalten um 11 Uhr einen Einblick in die magische Welt der Pflanzen, die hauptsächlich in Steppen, Halbwüsten und Wüsten des amerikanischen Kontinents zu finden sind.  Die meisten Kakteen sind im Süden von Texas, New Mexiko, aber auch in Arizona und Südkalifornien zu Hause und hart im Nehmen. In diesen Gegenden sind die Temperaturunterschiede enorm: Sie reichen von + 40 °C bis zu Minusgraden.

Im Kakteenhaus des egapark Erfurt wachsen 3.200 Sukkulenten in 820 Arten. Der raffinierten Pflanze, die sich durch ihre Wasserspeicher in Blättern, Stamm oder Wurzeln optimal an die extreme Niederschlagsarmut in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten angepasst hat, wurde bereits bei den Azteken rituelle Bedeutung zugeschrieben.

Die bekannteste Art ist wohl der Goldkugelkaktus, besser bekannt als Schwiegermutterstuhl, auf dem den aztekischen Göttern Menschenopfer gebracht worden sein sollen. Noch heute lebt die traditionelle Verbindung zwischen Mexiko und den Sukkulenten fort. Nicht nur, dass die aztekische Hauptstadt Tenochtitlán, heute Mexiko-Stadt, Ort des heiligen Kaktus bedeutet. Das Staatswappen greift den Gründungsmythos von Tenochtitlán auf: Es zeigt einen Adler, der mit einer Schlange in den Krallen auf einem Kaktus sitzt.

Gleich neben den Schwiegermütterstühlen im egapark-Kakteenhaus hat eine Opuntie von den Ausmaßen eines Kleinbaumes Früchte angesetzt. Jahrhundertelang dienten Opuntien der Zucht von Cochenille-Läusen.

Die Schildpattläuse, die sich gern auf Opuntien ansiedeln, wurden zu einem Pigment verarbeitet, das zur Rotfärbung von Stoffen eingesetzt oder in der Malerei verwendet wurde und später auch Lippenstiften und Campari den satten Rotton gab. Noch heute ist der Farbstoff Karmesin als Lebensmittelfarbe zugelassen, wird aber kaum noch verwendet.

Treffpunkt zur Führung ist am 9. März um 11 Uhr der Eingang zu den Pflanzenschauhäusern. Die Führung ist kostenfrei. Lediglich der Eintritt für den egapark wird erhoben.

Ort egapark
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